Warten auf Godot[1] (französischer Originaltitel: En attendant Godot) ist ein Theaterstück von Samuel Beckett, dessen Thema die ausbleibende moralische Reaktion der europäischen Gesellschaften auf die doppelte Katastrophe von Holocaust und Zweitem Weltkrieg ist. Dieses vergebliche Warten wurde verkürzt als Inbegriff eines absurden Theaters verstanden.
„Das Stück war einer der größten Erfolge der Nachkriegszeit und die Faszination, die von diesem Stück ausgeht, ist bis heute nahezu ungebrochen.“[2] Becketts Weltruhm beruht nicht zuletzt auf diesem Theaterstück, dessen Titel inzwischen international zur Redewendung wurde, die – dem Stück nicht folgend – einen unausweichlichen, existentiellen Zwang zu vergeblichem Warten behauptet.[3]
Quelle: WikipediaWarten auf Godot
Biografie
Samuel Beckett zum 13. April: Vita, Werk und Wirkung – eine literarische Annäherung an Reduktion, Warten und Sprache im Werk des Nobelpreisträgers.
Debatte
Kulturzentrum untersagt Theaterstück "Warten auf Godot"
Ein Kulturzentrum im niederländischen Groningen hat die Aufführung einer Inszenierung des Beckett-Stücks "Warten auf Godot" untersagt, weil nur Männer zum Casting geladen wurden. Der hinter der Absage liegende Zwiespalt ist dermaßen absurd, dass er selbst für eine Inszenierung herhalten könnte.